Entstehung
In den frühen Achzigerjahren wurden die organischen Abfälle aus der ganzen Region über weite Distanzen den Verbrennungsanlagen zugeführt. Dies liess im Murimoos den Gedanken reifen, eine regionale Kompostierungsanlage zu erstellen. Nach einer kurzen, aber sorgfältig durchgeführten Vorbereitungs- und Planungsphase, wurde im Dezember 1984 der Baubeschluss gefasst und mit der Realisierung begonnen. Im Mai 1985 konnte die Kompostierungsanlage Murimoos den Betrieb aufnehmen.


Kompostierverfahren
Kompostieren ist ein natürlicher Vorgang. Der Abbau vollzieht sich unter Zutritt von Sauerstoff und mit Unterstützung verschiedenster Lebewesen und Mikroorganismen. Das angelieferte Grünmaterial (Gartenabfälle, Küchenabfälle, Äste, Strauchschnitt etc.) wird mit dem grossen Schredder zerkleinert. Dabei wird auf eine möglichst optimale Mischung (C/N-Verhältnis) geachtet. Das so vorbereitete Material wird auf Dreiecksmieten angelegt und zwei bis dreimal wöchentlich umgesetzt. Das Umsetzen ist vor allem wichtig für den Zutritt von Sauerstoff. Um der Vernässung des Materials, sowie der Auswaschung von Nährstoffen vorzubeugen, werden die Mieten mit einem Flies abgedeckt. Als letzter Arbeitsvorgang bleibt nun noch das Aussieben des Endproduktes. Die ausgesiebten Grobanteile gelangen wieder zum Ausgangsmaterial.


Daten zur Anlage
Werkfläche 6’ 000 m2
Anteil Lagerhalle 400 m2
Maschinenpark Schredder
Umsetzmaschine
Aussiebmaschine
Windsichter
Pneulader
Zulieferer 7 Gemeinden
Angelieferte Jahresmenge 3'000 t


Produkt
Halbreifkompost
- Abgabe an Landwirte
 
Reifkompost/Komposterde
-Verkauf offen
-Verkauf im 30 lt. Sack