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Aktuell im UNO-Jahr der Biodiversität:
Bericht über die Artenvielfalt im Obstgarten

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Das Murimoos hat einen Obstgarten mit mehr als 20 alten Kirsch-, Birn- und vor allem Apfelbäumen. Dieser Baumbestand erfreut uns im Frühling mit seiner Blütenpracht, dient im Sommer den frisch gekalbten Mutterkühen mit ihren Kälbern als schattiger Auslauf und trägt im Herbst und Winter mit seinem reichhaltigen Früchteangebot zum leiblichen Wohl der Menschen, die im Murimoos arbeiten und essen bei.
Unter den Apfelbäumen hat es auch eine alte, fast vergessene Sorte. Ihr Name: Transparent. Sie soll die beste Sorte für 'Öpfelchuechli' sein.
Alte Hochstamm Obstsorten, jede mit einem besonderen Geschmack und mit ganz unterschiedlicher Verwertungsmöglichkeit, bilden eine Genreserve, für neue Züchtungen. In der Schweiz sind bereits über tausend Apfelsorten gefunden worden. Mit diesem vielfältigen Reservoir wird zur Zeit intensiv geforscht, um Feuerbrand tolerante oder gar resistente Sorten zu züchten. Auch bietet ein reichhaltiges Sortenangebot eine gewisse Sicherheit bei künftig extremeren klimatischen Schwankungen.
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Hochstamm Obstgärten bereichern und strukturieren die Landschaft. Von der Krautschicht, über den Stamm mit Borke, Totholz und Baumhöhlen, zu den weit verzweigten Ästen und dem Baumwipfel, wird eine breite Palette an unterschiedlichen Lebensräumen angeboten. In der Schweiz leben etwa 40 Brutvogelarten in Obstgärten, darunter Gartenrotschwanz und Steinkauz, aber auch Fledermäuse und Siebenschläfer. Bei den Insekten, Spinnen und Tausendfüsslern sind es sogar über tausend Arten, darunter viele Wildbienen, Hornissen und Wespen.
Die traditionelle Bewirtschaftung der Hochstamm Obstgärten und die Verwertung des Obstes gehören zu unserer Kultur und stellen ein Sinn stiftendes Handwerk dar. Dies wirkt sich in der Arbeit mit den benachteiligten Menschen positiv auf ihre Krankheitsgeschichte aus.
Die Landwirtschaft im Murimoos
Der Landwirtschaftsbetrieb wird seit dem 1. Januar 1996 nach den Grundsätzen
des Biolandbaus (Richtlinien BIO SUISSE und kagfreiland) bewirtschaftet.
Ökologisches Gleichgewicht ist im Murimoos mehr als nur ein Schlagwort.
Die Umstellung auf Biolandbau stützte sich aber nicht nur auf ökologische
sondern auch auf ökonomische Überlegungen. Ökologie und Ökonomie
schliessen einander nicht aus!
Mit der Umstellung wurden drei Ziele verfolgt:
- Umweltschonende, artgerechte Produktion
- Ökologische Aufwertung des Betriebes
- Marktgerechtes Verhalten
Nähere Angaben zum Landwirtschaftsbetrieb
| Gutsbetrieb Murimoos |
95 ha |
| - Landwirtschaftliche Nutzfläche |
86 ha |
| Alpbetrieb “Schaftelenmoos”
in Flühli LU |
50 ha |
| - Weiden |
36 ha |
| - Wald und unproduktive Fläche |
14 ha |
Gliederung der landwirtschaftlichen Nutzfläche
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| Naturwiesen, Kunstwiesen, Weiden |
57 ha |
| Ackerbau |
15 ha |
| Gemüsebau |
8 ha |
Ökologische Ausgleichsflächen (Biotop, Hecken etc.)
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13 ha |
| Fruchtfolgefläche (Ackerbau, Gemüsebau, Kunstwiese) |
34 ha |
Tierhaltung
| Rindviehhaltung |
| - 80-90 Angus-Mutterkühe
mitJungtieren |
| - 4 Highland Cattle-Mutterkühe mit Jungtieren
(Nutzung von Grenzertragsböden) |
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Schweinehaltung
(156 Mastschweinplätze) |
| Schafhaltung (50 Mutterschafe) |
| Hühnerhaltung (80 Legehennen) |
| Pferdehaltung (2 Freibergerstuten) |
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