![]() Die Landwirtschaft im Murimoos Der Landwirtschaftsbetrieb wird seit dem 1. Januar 1996 nach den Grundsätzen des Biolandbaus (Richtlinien BIO SUISSE und kagfreiland) bewirtschaftet. Ökologisches Gleichgewicht ist im Murimoos mehr als nur ein Schlagwort. Die Umstellung auf Biolandbau stützte sich aber nicht nur auf ökologische sondern auch auf ökonomische Überlegungen. Ökologie und Ökonomie schliessen einander nicht aus! Mit der Umstellung wurden drei Ziele verfolgt: - Umweltschonende, artgerechte Produktion - Ökologische Aufwertung des Betriebes - Marktgerechtes Verhalten Nähere Angaben zum Landwirtschaftsbetrieb
Tierhaltung
Ökologische Leistungen im Murimoos Zur Institution MURIMOOS werken und wohnen gehört ein biologischer Landwirtschaftsbetrieb von 83ha. Darauf wird nicht nur Ackerbau, Futterbau und Gemüsebau betrieben, es wird auch eine Vielzahl von ökologischen Leistungen vollbracht. Das Murimoos ist wohl eine der artenreichsten Flächen der Gegend, sowohl was die naturnahen Ausgleichsflächen betrifft, wie auch bei den Kulturflächen.
1,5km Buntbrachestreifen, 1,3km Niederhecken mit vielen Dornenbüschen wie Weissdorn, Schwarzdorn, Kreuzdorn und Heckenrosen sowie 52 Feldbäume mit Dornensträuchern als Unterholz bilden die Hauptstruktur für die Vernetzung der unterschiedlichen Lebensräume. Hasen, Wiesel, Igel, Kröten, Frösche, Schlangen und Schleichen, sowie eine Vielzahl an Vögeln und Insekten finden dort ein Versteck, einen sicheren Brutplatz und Nahrung. 4,3ha Magerwiesen werden erst nach der Hauptblüte der meisten Wiesenblumen und Gräser (ab 15. Juni) geschnitten und zu wertvollem Ökoheu getrocknet. Dabei lassen wir einen Teil der Blumen stehen, damit die Insekten weiterhin Nahrung finden und die Feldlerche ihre Brut durch bringt. Es ist aber nicht immer einfach, die wertvollsten Stellen auszuwählen, insbesondere die Feldlerchennester findet man nur per Zufall oder nach längerer Beobachtung.
Vor allem im Winter pflegen wir die ca. 2ha grosse Naturschutzfläche mit Weihern, Tümpeln, wechselfeuchten Riedstreifen, Kieshaufen und Dornensträuchern. Es gilt, das Gelände vor der Verwaldung zu bewahren, da die offenen Geländebereiche viel artenreicher sind. Ganz offen darf das Gelände aber auch nicht sein, weil sonst die Störche die ganze Amphibienvielfalt dahinraffen. Störche hat es dieses Jahr so viele wie noch nie, trotz des durch die Trockenheit mageren Futterangebotes.
Buntbrachen und Bachufer zeigen sich im Juni in ihrer vollen Blütenpracht, und in den Hecken zwitschert es aus den vielen Nestern der Jungvögel. Im renaturierten Flachmoorbereich neben der Kompostierungsanlage gedeiht manch seltene Blumenart, wobei die typischen Bewohner der wechselfeuchten Flora dieses Jahr nicht die Oberhand behalten konnten, wegen der anhaltenden Trockenheit. /mz Artenvielfalt im Obstgarten
Die traditionelle Bewirtschaftung der Hochstamm Obstgärten und die Verwertung des Obstes gehören zu unserer Kultur und stellen ein Sinn stiftendes Handwerk dar. Dies wirkt sich in der Arbeit mit den benachteiligten Menschen positiv auf ihre Krankheitsgeschichte aus.
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